
Auf unserem Weg nach Manali machen wir an einem Rastplatz halt, von dem man aus einen schoenen Ausblick ueber die Gegend haben soll. Wie bloed nur, dass es irre neblig ist und man nichts sieht. Egal. Da wir uns die Beine vertreten wollen, steigen wir aus dem Auto aus und laufen ein wenig herum. Schon nach kurzer Zeit werden wir von ein paar jungen Indern angesprochen. Das ist eigentlich nichts Aussergewoehnliches. Hier wird man staendig angesprochen. Das Erstaunliche dabei ist immer: Zunaechst bedraengen einen die Leute, als wollten sie einem Loecher in den Bauch fragen. Nach "Where are you from?" und "What's your name?" drehen sie sich aber einfach ploetzlich um und gehen weiter, als waere man Luft. Komisch.
Die Inder, die wir hier auf dem Berg treffen sind auf jeden Fall nicht so drauf. Wir unterhalten uns ueber Fussball, die Gegend und Deutschland. Die Stimmung unter den Indern ist mehr als ausgelassen - sie sind naemlich sturzbreit. Indien ist wirklich ein Land der krassen Gegensaetze. Denn Alkohol trinken die Leute hier nur selten, wenn ueberhaupt. In Bundesstaaten wie Gujarat, wo auch meine Uni ist, ist Alkohol sogar verboten (mehr dazu demnaechst). Wenn die Leute jedoch was trinken, dann hauen sie sich so richtig die Hacke voll. So auch diese Jungs, die gerade Ferien haben und einen Ausflug machen. Da Inder gerne teilen, kriegen wir natuerlich auch einen Schluck ab - und dann ne ganze Flasche. Da es gerade 15 Uhr ist, finde ich einen Schluck ausreichend, um meiner Geselligkeit Ausdruck zu verleihen. Das reicht den Jungs aber nicht. Auf einmal fangen sie an, uns das Bier aufzudraengen, fangen an zu grabschen (!) und zu groelen. Schlussendlich bleibt uns nur die Flucht ins Auto. Als ich eingestiegen bin, mache ich lieber den Tuerknopf herunter. Gut so, denn diese Jung
s sind hartnaeckig, kleben an der Fensterscheibe, versuchen die Tuer zu oeffnen. Parwan gibt Gas, wir sind weg.Links: Sicher im Auto vor dem irren Blick.
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